Weiterbildung-3D-Druck-Kurs---gewappnet-für-die-Zukunft

Weiterbildung 3D-Druck-Kurs – gewappnet für die Zukunft

Vor einigen Jahren revolutionierte der 3D-Druck die gesamte Welt. Ob für Industrie oder den Privatbereich, die Additive Fertigung macht vieles möglich. Welchen Stellenwert hat das moderne Druckverfahren für Industrie und Privathaushalte? Wie sieht die Zukunft des 3D-Drucks aus? Und welche Möglichkeiten gibt es, in diesem Bereich Karriere zu machen? Wir widmen uns dem Thema 3D-Druck ausführlich. Dabei gehen wir nicht nur auf die Chancen und Anwendungsgebiete des neuen Fertigungsverfahrens ein, sondern zeigen auch, wie man Experte auf diesem Gebiet wird, gehen auf Weiterbildungsmöglichkeiten und sich damit ergebende Jobchancen ein.

3D-Druck im industriellen Bereich

Mit Einläuten der Industrie 4.0 ändert sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer einiges. Das Ziel ist die ganzheitliche digitale Verknüpfung mehrere Bereiche, um so eine intelligente Fabrik zu schaffen. In diesem Zusammenhang spielt auch der 3D-Druck eine große Rolle. Er gilt als sinnvolle Ergänzung zu anderen Technologien wie Robotik und Sensorik. Entsprechend rasant wächst die Nachfrage nach 3D-Druckern und Fachleuten, die mit der Anwendung vertraut sind. Da verwundert es nicht, dass viele an einem 3D Druck Kurs teilnehmen möchten. Doch dazu später mehr.

3d-Druck im Industriellen Bereich

Wirft man einen Blick auf die Prognose, wird klar: Die Nachfrage nach 3D-Druckverfahren ist längst noch nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen. Die Analysten von SmarTech Markets Publishing gehen davon aus, dass die Additive Fertigung bis zum 3. Quartal 2025 eine Umsatzgröße von 15,7 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Momentan ist der industrielle 3D-Druck auf dem Vormarsch. Kunden haben schon jetzt die Möglichkeit, einzelne Kompetenten als auch Endteile in Serie herzustellen. Bei der Fertigung von Bauteilen kommen die Vorteile dieses neuen Verfahrens besonders zum Tragen. Systeme werden produktiver, was für eine Verringerung der Stückkosten sorgt. So plant zum Beispiel Airbus Helicopters, Verriegelungswellen für die Türen des Passagierflugzeugs A350 im 3D-Druckverfahren herstellen zu lassen. Die wichtigen Bauteile sind nicht nur um 45 % leichter, sondern auch um 25 % günstiger in der Herstellung. Auch andere namhafte Unternehmen setzen auf die bedeutende Technologie. BMW nutzt den 3D-Druck schon seit Jahren für die Herstellung von Bauteilen. Weitere Anwendungsbeispiele: die Anfertigung von Ersatzteilen für Museen, Autos, Schmuck und die Medizin.

Um den 3D-Druck komplett automatisieren zu können, braucht es aber noch ein wenig Zeit. Ein wesentlicher Punkt ist die Einbindung entsprechender Software, aber auch die Entwicklung automatischer Prozesse muss vorangetrieben werden. Das Ziel: eine komplette Automatiklösung – von der Zuführung des Werkstoffs über den AM-Bauprozess bis hin zu den nachgelagerten Verarbeitungsschritten.

Der 3D-Druck im privaten Bereich

Auch im privaten Sektor erfreut sich der 3D-Druck großer Beliebtheit. Im Elektrofachhandel kann man günstige 3D-Drucker bereits für unter 400 Euro erwerben. Möchte man individuelle Produkte in den eigenen vier Wänden herstellen, kann eine solche Investition sinnvoll sein. Abgesehen vom hobbymäßigen Gebrauch kann sich diese Anschaffung zum Beispiel dann lohnen, wenn im Haushalt etwas kaputt geht und der Erwerb eines Ersatzteils ziemlich teuer ist. Anstatt dann Ausschau nach einer notdürftigen Lösung zu halten, kann ein 3D-Drucker Abhilfe schaffen.

3d-Druck im Privaten Bereich

Meistens dauert es nur einige Minuten bis man den gewünschten Druck in den Händen hält. Die Reproduktion von Ersatzteilen gelingt in 3 einfachen Schritten:

  1. Mit einem 3D-Scanner die Reste des Objektes einscannen
  2. Den Scan eventuell mit einer Software nachbearbeiten
  3. Druck des Ersatzteils

Weitere Anwendungsgebiete für den 3D-Drucker sind schnell gefunden. Es gibt unzählige Internetseiten, auf denen man sich inspirieren lassen kann. Longboard-Halterungen, Lenscap oder Gebiss-Halterungen sind nur drei von vielen Möglichkeiten.

Wie wird man Spezialist für 3D-Druck?

Aufgrund der rasant zunehmenden Bedeutung des 3D-Druckverfahrens für die Industrie steigt die Nachfrage nach Experten. Wer sich intensiv mit dem 3D-Druckverfahren auseinandersetzt, kann neue Jobchancen ergreifen. Aber wie bereitet man sich auf 3D-Druck-spezifische Jobs vor?

3D Drucker im Einsatz

Um zum Experten für die Additive Fertigung zu werden, bieten sich entsprechende Weiterbildungen an. Teilnehmer lernen dabei die gängigsten CAD-Anwendungen, darunter AutoCAD, SolidWorks, Inventor, CATIA, Autodesk Revit, Siemens NX und ALLPLAN, kennen. Dabei gibt es die Möglichkeit, bestimmte Module auszuwählen und somit gezielt individuelle Qualifizierungsschwerpunkte zu setzen. Mit Weiterbildungen wie „Anwender/in 2D/3D CAD – Auto-CAD, 3D-Druck mit HWK-Abschluss CAD-Fachkraft“ lernen die Teilnehmer, wie sie zwei- bzw. dreidimensionale Objekte am Bildschirm planen, konstruieren und darstellen können. Die praktische Anwendung aktueller CAD-Systeme lässt Teilnehmer zu auf dem Arbeitsmarkt begehrten CAD-Spezialisten werden.

Je nachdem, für welche Weiterbildung man sich entscheidet, sind technische Vorkenntnisse erforderlich. Besonders geeignet sind 3D-Druck-Weiterbildungen für Diplomingenieure, Konstrukteure, Architekten, Bautechniker, technische Zeichner und Produktdesigner. Teilnahmevoraussetzung ist entweder ein Studium in diesem Bereich oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Konstruktion und Entwicklung. Die zwischen zwei und fünf Monate dauernden Kurse schließen mit einer Abschlussprüfung ab. Bei Bestehen erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, welches ihnen ihre erworbenen Kenntnisse bescheinigt und einen enormen Einfluss auf die Karriere haben kann.

Die Kosten für einen solchen Kurs liegen bei mehreren hundert Euro. Es gibt in vielen Fällen allerdings die Möglichkeit, sich die Weiterbildung fördern zu lassen. Die bekannteste Fördermöglichkeit ist der Bildungsgutschein. Daneben kommen unter bestimmten Voraussetzungen auch folgende Fördermöglichkeiten infrage:

  • Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr
  • Qualifizierungschancengesetz (ehemals WeGebAU)

Welche Jobchancen gibt es mit der 3D-Druck-Weiterbildung?

Um im Berufsleben voranzukommen, ist der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen über eine Weiterbildung eine gute Möglichkeit. Studien zeigen, welche vielen Vorteile eine zusätzliche Qualifikation haben kann: Einkommenssteigerungen von bis zu 8 %, das Bekleiden einer höheren Position, der Schritt raus aus der Arbeitslosigkeit, der Wieder- oder Quereinstieg in einen anderen Beruf.

Bevor man sich für eine Weiterbildung entscheidet, sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Qualifizierungen heutzutage besonders gefragt sind. Hier hilft ein Blick auf die industrielle Entwicklung. Während Drucktechniken bereits seit dem 15. Jahrhundert angewendet werden, kam es in diesem Bereich in den letzten Jahren zu einer Revolution. Das neu entwickelte 3D-Druckverfahren schafft weitaus mehr Möglichkeiten in der Industrie, weshalb entsprechende Kenntnisse hier besonders gefragt sind.

Als CAD-Spezialist mit Kenntnissen im 3D-Druck ist man auf dem Arbeitsmarkt besonders begehrt. Schließlich wächst der Bedarf an entsprechenden Fachkräften täglich. Spezialisierten Fachkräften eröffnen sich vielfältige Job- und Karrierechancen, zum Beispiel in Ingenieurbüros sowie in Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen nahezu aller Branchen, wie etwa in der Gesundheitsbranche.

Fazit: Arbeitsmarkttechnische Entwicklung für sich nutzen

Heutzutage ist es nicht mehr so leicht, einen Beruf zu erlernen, der über Jahrzehnte Bestand hat. Anstatt eine komplette Umschulung zu durchlaufen, sind Weiterbildungen die weitaus bessere Alternative. Sie nutzen bestehende Kenntnisse, vertiefen oder erweitern diese um am Arbeitsmarkt gefragte Komponenten. So auch im Bereich von 3D-Druckverfahren, wo kein Ende der Entwicklung in Sicht ist. In Zukunft wird es in nahezu allen Branchen zu einer starken Nachfrage an Spezialisten kommen, die sich mit der Anwendung der Additiven Fertigung auskennen. Wer rechtzeitig handelt, kann sich richtungsweisende Kenntnisse erwerben und sich damit gegen seine Mitbewerber durchsetzen.

3D-Drucker

3D-Drucker – Geschichte, Verfahren und Technik

Die Geschichte der 3D-Drucker

In der Automobilindustrie entstanden, Mitte der 80er Jahre, die ersten Anwendungsgebiete der 3D-Drucker. Mit Hilfe von CAD-Programme, wurden diese dreidimensionalen Drucker für industrielle Zwecke nutzbar. Die schnelle und kostengünstige Methode zur Herstellung von Prototypen und Modellen setzte sich dort schon bald als beliebte Fertigungstechnik durch. Einen Computer und die nötigen Kenntnisse zum Erstellen von 3D-Modellen hatte im privaten Bereich damals noch keinen Einzug erhalten.

Doch mit der Zeit entwickelt sich auch die Technik weiter und so wurden Drucker immer günstiger, kleiner und auch für private Einsatzzwecke nutzbar. Auch das Einsatzgebiet erweitert sich ständig, die verwendeten Materialien reichen von Beton über Papier und Kunststoff bis hin zu Metall und menschlichem Gewebe. Somit hat der 3D-Druck es 2009 in die privaten Haushalte geschafft und erfreut sich großer Beliebtheit und rasant wachsender Nachfrage weltweit.

Video Drucken in drei Dimensionen

Es riecht nach geschmolzenem Plastik, während unter der Düse des 3D-Druckers langsam das Modell eines Gesichts erscheint.

Plastikspielzeug, Schokolade, aber auch Mehrkomponentensysteme lassen sich mittlerweile in drei Dimensionen drucken. Kompliziertes zwar noch nicht im heimischen Büro — aber weit entfernt vom komfortablen 3D-Drucker für zuhause sind wir möglicherweise nicht, so Bastler Uwe Schmidt im Gespräch mit Eva Reisig.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker?

Es gibt mehrere Verfahren, aber alle haben eines gemeinsam: Der 3D-Drucker kann allein in Verbindung mit einem Computer funktionieren. Der Rechner liefert dem Gerät sogenannte CAD-Daten. CAD steht für Computer Aided Design (Rechnergestützter Entwurf). Ingenieure, Architekten oder Produktgestalter können mit einem speziellen Programm am Computer dreidimensionale Objekte entwerfen.

Damit die Informationen vom 3D-Drucker verarbeitet werden können, ist ein Trick nötig: Das virtuelle 3D-Objekt wird im Computer in hauchdünne Scheiben geschnitten. Diese mikroskopisch schmalen Lagen werden vom 3D-Drucker quasi aufgetürmt (Additive Manufacturing) – bis am Ende das Modell eines entsteht.

Das Material, das aufgeschichtet wird, ist häufig flüssig und wird dann getrocknet. In einem anderen Verfahren wird Metallpulver geschmolzen und wieder gehärtet. Das hängt vom Druckverfahren ab. Ein 3D-Druck kann Minuten, aber auch Stunden dauern, je nachdem wie groß und komplex das jeweilige Stück ist.

Am Ende steht ein fertiges Produkt, das man sofort nutzen oder als Teil einer größeren Struktur, etwa einem Motor, weiterverarbeiten kann. Obwohl aus Pulver oder Flüssigkeit hergestellt, kann das Endergebnis genauso stabil und belastbar wie ein traditionell gefertigter Gegenstand sein.

CAD und 3D Programme für den 3D-Druck

  • 3D Studio Max
  • MicroStation
  • 3DStudio Viz
  • Mimics
  • AutoCAD
  • Raindrop GeoMagic
  • Bentley Triforma
  • RapidForm
  • Blender RasMol
  • CATIA
  • Cinema4D
  • Revit
  • Rhinoceros
  • Form Z
  • SketchUp
  • Inventor Solid
  • Edge
  • LightWave 3D
  • SolidWorks
  • Magics e-RP
  • UGS NX
  • Maya
  • VectorWorks
  • Netfabb

3D Drucker von Prusa – Vorstellung des Einstiegsgerät Prusa i3

Der kleine, kompakte Schreibtisch 3D Drucker von Josef Prusa eignet sich als Einstiegsgerät in den 3D-Druck.
Der i3 druckt nach dem FDM-Verfahren, d.h. der Drucker schmilzt dünne Schichten Plastik oder ähnliches aufeinander, das ermöglicht den Druck einfacher 3D-Objekte.
3D Drucker von Prusai
Der Drucker wurde mit möglichst wenigen Teilen und einem simplen Aufbau entwickelt. Der Druckbereich des Prusa i3 beträgt ca. 200 x 200 x 200 mm, die Achsen werden über NEMA 17 Schrittmotoren angetrieben.
Gesteuert wird der Drucker im Normalfall über eine RAMPS Elektronik.
Alle Bauteile des Prusa 3d Drucker bei Fabberworld erhältlich.

3D Drucker Workshop Prusa i3

Die YOUin3D GmbH hat damit begonnen einen Prusa i3 aufzubauen. In Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen die Fräs- und Laserschnittarbeiten ausführen und mit Hilfe des Repman 3.1 3D-Druckers soll der Prusa fast komplett (bis auf Elektronik) in Berlin nach gebaut werden.

Unser Fazit:

Der Druck von 3D Modellen im eigenem Arbeitszimmer hat begonnen. Der Prusa i3 ist erschwinglich und passt auf jeden Schreibtisch. Dieses Thema wird vieles neues mit sich bringen, auf spannende Artikel zum Thema 3D-Druck können sie sich freuen.